RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#31 von Manfred Grimm , 14.05.2020 20:15

Liebe Sammler,

die heute von mir vorgestellte Miniatur meiner Sammlung ist ein letzter „ägyptischer Nachzügler“, denn eigentlich sollte dieses Modell im Thema „Meine Vitrine Schiffahrtsgeschichte“ am Anfang, vor meinen ersten Beitrag vom 25.10.2019, über die Schiffe des alten Ägypten stehen. Beim Vorsortieren für das Verschicken zur Verfeinerung, habe ich versehentlich dieses Modell zu den, auf die ägyptischen Modelle folgenden, römischen Schiffe gelegt. Deshalb die Verspätung.

Ich danke Johann Wolkersdorfer für die Umsetzung dieses schiffahrtsgeschichtlich einmaligen Vorbildes und Roland Klinger für die schöne Verfeinerung und Präsentation. Lieber Roland, ich bin u. a. begeistert von Deiner schönen, farblich realistischen Darstellung des Nilwassers – einfach großartig!
Warum das Vorbild dieser Miniatur schiffahrtsgeschichtlich einmalig ist und das Modell deshalb unbedingt in meine Sammlung gehört erläutere ich u. a. in der Dateianlage.

Viel Freude beim Anschauen und Lesen und einen schönen Donnerstagabend
Manfred Grimm

[[File:Cheops Königsbarke BC 2650 - Kopie MR.docx]]

[[File:JW 013.1 Königsbarke Cheops BC 2650.png|none|auto]]

[[File:JW 013.2 Königsbarke Cheops BC 2650.png|none|auto]] [[File:JW 013.3 Königsbarke Cheops BC 2650.png|none|auto]]


Dateianlage:
Cheops Königsbarke BC 2650 - Kopie MR.docx
Angefügte Bilder:
JW 013.1 Königsbarke Cheops BC 2650.png   JW 013.2 Königsbarke Cheops BC 2650.png   JW 013.3 Königsbarke Cheops BC 2650.png  

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#32 von Manfred Grimm , 24.05.2020 17:38

Liebe Sammler,
der Marinemaler und spätere Direktor des Kunst- und Geschichtsmuseums von Saint – Brieuc (Frankreich) René – Yves Creston rekonstruierte das Veneterschiff nach sorgfältiger Forschung, unter Berücksichtigung der damaligen Möglichkeiten des Schiffsbaues, des Einsatzgebietes und der vorhandenen schriftlichen Überlieferungen. Auf Basis dieser Rekonstruktionsskizze ist die Miniaturisierung der von Roland Klinger verfeinerten Wolkersdorfer-Miniatur meiner Sammlung, die ich heute vorstelle, entstanden. Die Rammsporne der römischen Kriegsschiffe in der Seeschlacht gegen die Veneter, 56 v. Chr., konnten diese stabilen Eichenholzschiffe nicht gefährden. Durch welche Kampftaktik Rom dennoch siegte und seinerzeit die gesamte heutige Bretagne eroberte, beinhaltet die Dateianlage.
Viel Freude beim Anschauen und Lesen und alles Gute
Manfred Grimm
[[File:Veneterschiff BC 56.docx]]


Dateianlage:
Veneterschiff BC 56.docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#33 von Manfred Grimm , 30.05.2020 11:13

Liebe Sammler,
In meinem letzten Beitrag v. 24.5. (Veneterschiff) erwähnte ich, daß die Römer im ersten Gallischen Krieg, 56 v. Chr. gegnerische Veneterschiffe erbeuteten und höchstwahrscheinlich diese Schiffe jene „gallischen Transporter“ waren, die dann 55 v. Chr. an der ersten Britannien Expedition Cäsars teilnahmen. Da sie wegen ihres erheblichen Tiefgangs zum Stranden ungeeignet waren, ließ Cäsar für seine zweite Expedition Britanniens 54 v. Chr. 600 flachgehende römische Marinetransporter (Navis actuaria) bauen. Diese sind Vorbild meiner heutigen Sammlungsminiatur, für deren Herstellung ich Johann Wolkersdorfer, und ihre Verfeinerung Roland Klinger danke.

Welche Verbindung gibt es zwischen der römischen actuaria aus dem 1. Jhd. v. Chr. und den Avisos NIX und SALAMANDER (Baujahr 1850/51) der Marine des Königreiches Preußen, über die ich in meinem Beitrag vom 16.08.2019 unter dem Thema Schiffahrtsgeschichte berichtete?
Haben die Konstrukteure der NIX und SALAMANDER, Prinz Adalbert v. Preussen, Sir John Scott Russel und die Schiffbauer Klawitter und Devrient, beim Konstruieren der Ruderanlage dieser Schiffe möglicherweise an die „Navis actuaria“ gedacht?

„Der Einstieg der Königlich Preußischen Marine in die Dampfkraft begann mit einer Weltneuheit“, schreibt Horst Auerbach auf S. 62, als Autor des Buches „Preußens Weg zur See“, eine der Quellen, die ich in meinem Bericht nannte. Die „Weltneuheit“ bezieht sich auf die von den Konstrukteuren der Avisos vorgesehene Ruderanlage vorn und achtern, mit denen die Avisos voraus und achteraus gleich gut steuern konnten. Auch die Takelage erlaubte das Segeln über den Vor- und Achtersteven.

Die technische Umsetzung mag eine Weltneuheit gewesen sein, die Idee war es nicht, es sei denn man kennt die römische actuaria nicht oder ignoriert sie. Wie im Kleinen so im Großen: Prinzipiell zeigt dieses Beispiel, daß die Kenntnis der Vergangenheit – Geschichte – vor Irrtümern in der Gegenwart bewahren kann, meint jedenfalls
mit herzlichen Sammlergrüßen
Manfred Grimm.

[[File:Röm. Actuaria BC 1. Jhd..docx]]




Dateianlage:
Röm. Actuaria BC 1. Jhd..docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#34 von Manfred Grimm , 07.06.2020 12:54

Liebe Sammler,

das Vorbild der römischen Ennere meiner Sammlung war ein Großkampfschiff. Dieser Schiffstyp war Teil der Flotte von 170 Großkampfschiffen, die unter Führung von Marc Antonius gegen die zahlenmäßig größere Flotte von 400 kleinen Liburnen unter Octavian und Agrippa, in der Schlacht bei Actium 31 v. Chr., eingesetzt wurde. Viel Freude beim Anschauen und

herzliche Sammlergrüße
Manfred Grimm

[[File:Röm. Ennere BC 31.docx]]




Dateianlage:
Röm. Ennere BC 31.docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#35 von Manfred Grimm , 15.11.2020 20:48

Liebe Sammler,

in meinem letzten Beitrag unter „Schiffahrtsgeschichte“, vom 7. Juni 2020, stellte ich ein Modell meiner Sammlung nach Vorbild des römischen Großkampfschiffstyps IX. Ranges, die ENNERE vor. Schiffe dieses Typs setzte Marc Antonius in der Seeschlacht von Actium (31 v. Chr.) ein.
Sein Flaggschiff in dieser Schlacht war das Vorbild meiner Sammlungsminiatur, die ich heute zeige, die römische DECEMREME, ein römisches Großkampfschiff X. Ranges. Alles weitere zu diesem Schiff in der Dateianlage.

Viel Freude beim Anschauen und Lesen und herzliche Sammlergrüße
Manfred Grimm

[[File:JW 052.3 Röm. Decemreme 41.png|none|auto]] [[File:JW 052.4 Röm. Decemreme 41.png|none|auto]]

[[File:JW 052.5 Röm. Decemreme 41.png|none|auto]] [[File:JW 052.6 Röm. Decemreme 41.png|none|auto]]

[[File:Röm. Decemreme 31 v. Chr..docx]]


Dateianlage:
Röm. Decemreme 31 v. Chr..docx
Angefügte Bilder:
JW 052.3 Röm. Decemreme 41.png   JW 052.4 Röm. Decemreme 41.png   JW 052.5 Röm. Decemreme 41.png   JW 052.6 Röm. Decemreme 41.png  

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#36 von Manfred Grimm , 15.12.2020 12:55

Liebe Sammler,

das Linienschiff DE SEVEN PROVINCIEN lief 1665 in Delfshaven vom Stapel und wurde für die Admiralität Maze, im Rahmen eines 1664 von den Generalstaaten ausgelösten Flottenbauprogramms, gebaut.
Sie diente Admiral Michiel de Ruyter im zweiten (1665-67) und dritten (1672-1678) Englisch-Niederländischen Krieg als Flaggschiff.
In der Seeschlacht von Barfleur gegen Frankreich, wurde sie irreparabel beschädigt, weshalb man sie 1694 abwrackte. Ich freue mich, daß sie Im Maßstab 1:1250 in meiner Sammlung weiterlebt.
Johann Wolkersdorfer baute dieses schöne Modell (JW 89). 2018 erschien die Miniatur als Neuheit. Nicht serienmäßig ist Rolands Verfeinerung (Bespannung, Wanten angesetzt, Miniatur auf „Wasserbasis“ in Vitrine gesetzt).
Mein Bericht über die Vorbildgeschichte folgt später. Zunächst viel Freude beim Anschauen dieser schönen Miniatur, für die ich Johann Wolkersdorfer und Roland herzlich danke.

Viel Freude beim Anschauen
Manfred Grimm







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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#37 von Sealord , 15.12.2020 19:29

Ein sammlerisches Kleinod, ohne Frage. Dazu auch noch für den kleinen Maßstab ausgesprochen korrekt getakelt.


 
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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#38 von Manfred Grimm , 23.12.2020 09:42

Liebe Sammler,

für eine geplante Ausarbeitung über die Geschichte der II. Flotte Vasco da Gama`s (1502), fotografiere ich momentan die bereits vorhandenen Naos und Karavellen meiner Sammlung. Ich bin absolut begeistert von dieser authentischen "Knuffigkeit" die Roland Klinger hier im kleinen Maßstab wiedergibt. Vorab schon mal einige Fotos von der Karavelle SANCTA MARTA (RKHS 18), die unter dem Kommando des portugiesischen Kapitäns Ioao Rodrigues Bardarcas fuhr.

Viel Freude beim Anschauen und herzliche Sammlergrüße
Manfred Grimm







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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#39 von Manfred Grimm , 09.01.2021 13:34

Liebe Sammler,

im meinen Beiträgen vom 7.6 und 15.11.20 im Thema „Schiffahrtsgeschichte“, stellte ich die Wolkersdorfer-Miniaturen der ENNERE und DECEMREME vor. Ihre Vorbilder waren die Großkampfschiffe des Marus Antonius in der Seeschlacht von Actium (31 v. Chr.). Der bedeutendste Großkampfschiffstyp seines Gegners und Siegers der Schlacht, Octavian, war die HEXERE, ebenfalls ein Großkampfschiff, aber kleiner und wendiger als ENNERE u. DECEMREME. Die Miniatur der HEXERE, gebaut von Johann Wolkersdorfer (JW 51) und verfeinert von Roland Klinger, stelle ich heute vor.

Ein entscheidendes Kriterium für den Sieg Agrippas, des kommandierenden Generals der Flotte des Octavian, war die spektakuläre römische Waffe Harpax, welche die HEXERE mit sich führte. Das erste Mal wurde sie bereits fünf Jahre früher, in der entscheidenden Seeschlacht vor Naulochus, einem Ankerplatz vor der Nordküste des heutigen Sizilien (36 v. Chr.) außerordentlich erfolgreich auf HEXEREN eingesetzt. Alles Weitere zu dieser Seeschlacht, zur HEXERE und zum Harpax bei Interesse in der Anlage.

Liebe Sammlergrüße
Manfred Grimm





[[File:Röm. Hexere 117 n. Chr..docx]]


Dateianlage:
Röm. Hexere 117 n. Chr..docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#40 von Godeke Michels , 09.01.2021 14:16

Moin lieber Manfred!
Einfach immer nur bei jedem Artikel bedanken reicht mir nicht wirklich aus, deshalb nochmals ausdrücklich meinen herzlichen Dank für diese grandiosen Vorstellungen!
Ich finde sie SEHR wertvoll! Dein Einverständnis vorausgesetzt, würde ich mir das gern alles ausdrucken und zu gegebener Zeit binden, als Broschüre. Die neuen Medien sind toll - aber Papierform habe ich es auch sehr gern.
Vielen Dank nochmals,
beste Grüße,
Thorsten F.


Der Jammer mit der Menschheit ist, daß die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel. (Bertrand Russel)


 
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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#41 von Manfred Grimm , 09.01.2021 16:17

Zitat von Godeke Michels im Beitrag #40
Dein Einverständnis vorausgesetzt, würde ich mir das gern alles ausdrucken und zu gegebener Zeit binden, als Broschüre.


zum privaten Gebrauch immer gerne.
Es freut mich, daß Dich diese schiffahrtsgeschichtlichen Themen ebenfalls interessieren. Die Reihe ist allerdings noch nicht zu Ende. Sofern ich gesund bleibe und der liebe Gott mir 70-jährigen Ruheständler noch ein paar Jahre schenkt, sind noch einige ganze Reihe von Beiträgen geplant.

Liebe Grüße
Manfred



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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#42 von Niels Neelsen , 09.01.2021 17:38

Lieber Manfred,
als 84jähjriger wünsche ich Dir noch viel Zeit und Freude an unseren kleinen Kunstwerken, die Du stets gekonnt in Szene setzt. Ich freue mich auf noch kommende Bilder! Herzlichen Dank und Grüße aus Berlin!


Niels Neelsen  
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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#43 von Manfred Grimm , 26.01.2021 17:28

Liebe Sammler,

zum Schluß meines Beitrags vom 1.2.2020, über die „Dalmatinischen Liburne“ aus der Zeit um 240 v. Chr. , schrieb ich, „Die römische leichte Liburne aus der Zeit um 31 v. Chr. und die römische schwere Hochseeliburne um 15 n. Chr., hatten ihren Ursprung in diesem ehemaligen Seeräuberschiff. Diese römischen Liburnen werden ebenfalls später, Gegenstand meiner weiteren Beiträge zur Schiffahrtsgeschichte sein.“
Dazu komme ich heute, zunächst mit der römischen leichten Liburne um 31. V. Chr., dem Jahr der Seeschlacht von Actium. Dieses Schiff gehörte ebenfalls zu den siegreichen leichteren Schiffseinheiten des Octavian, bzw. seines kommandierenden Generals Agrippa.
Die schweren Schiffseinheiten des Verlierers dieser Schlacht, Marc Antonius (römische DECEMREME u. ENNERE), und des Siegers von Actium, Octavian (römische HEXERE), hatte ich in diesem Sammlungsthema bereits vorgestellt.


Viel Freude beim Anschauen und (bei Interesse) Lesen der Vorbildgeschichte im Dateianhang.
Manfred Grimm





[[File:Röm. leichte Liburne 31 v. Chr..docx]]


Dateianlage:
Röm. leichte Liburne 31 v. Chr..docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#44 von Manfred Grimm , 26.01.2021 17:53

Im Dateianhang ist mir leider eine Bildunterschrift verrutscht. Deshalb hier die Korrektur.
M. Grimm

[[File:Röm. leichte Liburne 31 v. Chr..docx]]


Dateianlage:
Röm. leichte Liburne 31 v. Chr..docx

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RE: Meiner Vitrine "Schiffahrtsgeschichte"

#45 von Manfred Grimm , 14.03.2021 06:44

Liebe Sammler,

in meinen Beiträgen vom 01.02.2020 und 26.01.2021 berichtete ich über die römische Leichte Liburne und dem Vorbild, an dem sich Rom beim Bau dieses Schiffes orientierte, das Seeräuberschiff Dalmatinische Liburne.
In meinem letzten Beitrag über die römischen Kriegsschiffe der Antike, stelle ich meine Wolkersdorfer-Modelle Römische schwere Hochseeliburne (JW 62) neu und Römische Donaubireme (JW 34) mit ergänztem Beitrag vor.

Nach der Seeschlacht von Actium (31 v. Chr.) erkannte Kaiser Augustus die Wichtigkeit einer ständig einsatzfähigen Marine. Er beauftragte den Kommandanten seiner siegreichen Schiffe, Agrippa, mit dem Aufbau einer stehenden Flotte. Agrippa stellte daraufhin zwei ständig einsatzbereite Hauptflotten in Misenum, am heutigen Golf von Neapel und in Ravenna auf. Die römische schwere Hochseeliburne war fester Bestandteil dieser Flotten.

Die römische Donaubireme wurde als Kriegsschiff im 5. Jahrhundert n. Chr. auf Rhein und Donau eingesetzt. Es war die Zeit, in der das Weströmische Reich unterging. Deshalb bildet das Modell den Schluß meiner Modellvorstellung von Kriegsschiffen der römischen Antike. Nebenbei bemerkt, zeigt der historische Hintergrund dieses Schiffes: Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich.

Ab meinem nächsten Beitrag in diesem Thema geht es um Modelle meiner Sammlung nach Vorbildern der Fracht- und Transportschiffe Roms, denn zu Beginn unserer Zeitrechnung lebten in der Hauptstadt des römischen Reiches bereits über eine Million Menschen. Das Grundnahrungsmittel für die Einwohner Roms war damals wie heute Brot. Deshalb war es notwendig, von den benötigten 500 000 bis 600 000 t Getreide 450 000 t jährlich aus den landwirtschaftlichen Überschußgebieten, den Provinzen Ägypten, Afrika, Sizilien und Spanien, über See heranzuschaffen. Die Geschichte der römischen Frachtschiffe offenbart, wie Rom diese Aufgabe löste.

Viel Freude beim Anschauen der Modellfotos und – bei Interesse – dem Lesen der Geschichten ihrer Vorbilder.

Herzliche Sammlergrüße
Manfred Grimm





[[File:JW 034.1 Röm. Donaubireme 100.png|none|auto]]

[[File:JW 034.3 Röm. Donaubireme 100.png|none|auto]] [[File:JW 034.4 Röm. Donaubireme 100.png|none|auto]]

[[File:Röm. schwere Hochseeliburne 15 n. Chr..docx]]

[[File:Röm. Donaubireme 100 n. Chr..docx]]


Dateianlage:
Röm. schwere Hochseeliburne 15 n. Chr..docx Röm. Donaubireme 100 n. Chr..docx
Angefügte Bilder:
JW 034.1 Röm. Donaubireme 100.png   JW 034.3 Röm. Donaubireme 100.png   JW 034.4 Röm. Donaubireme 100.png  

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