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#16 von RG , 13.02.2018 07:30

Ein früheres Mitglied des Münchner Sammlerkreises hatte so ca 8000+ Modelle zusammengetragen,praktisch alle in Schachteln beiseite
gelegt für die Pensionierung. Dann sollten die Modelle alle jeweils erst über den Schreib-/Basteltisch zur Kontrolle/Verbesserung und dann
in extra angefertigte Standvitrinen landen.
Alles wurde vorbereitet ,ca 1 J vor der Rente starb er plötzlich in der Nacht....
Seine Sammlung hat er nie gesehen,er wusste nur ,was er hat.

So etwas sollte mir nicht passieren,deswegen sind meine diversen ziemlich großen Sammlungen alle sichtbar untergebracht.

Tragfähigkeit: da denkt man manchmal nicht daran , immerhin gibt ikea die Traglast zB der 56x16 BESTABorde mit 5 kg an ,da muß man schon aufpassen.Zumal es wohl kein gehärtetes Glas ist.Und sonst: Ich glaube : Mit gut gefüllten Bücherregalen kommt man schneller in höhere
kg-Regionen . Und die kommen im Haus ja noch dazu....



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#17 von proflutz , 13.02.2018 09:12

Carpe diem!


 
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#18 von sarge_2012 , 13.02.2018 11:28

Hallo zusammen,
vor 2 Jahren hatte ich zusammen mit einem Händler das "Vergnügen" eine Sammlung von über 6000 Modellen aufzulösen. Die "Grauen" waren in Schachteln gelagert und somit leicht zu transportieren.
Bei den "Bunten" .. ich muss sagen "HOCHACHTUNG" war alles in Schränken mit Beleuchtung auf Glasböden geordnet nach Reedereien untergebracht. Die weiter hinten stehenden Modelle hatten Untersetze aus Plastik (klar). 3 Höhen erlaubten eine gute Übersicht. Aber : die Modelle waren mit doppeltem Gewebe-Klebeband befestigt und die LED Beleuchtung hat den Kleber mit der Zeit gehärtet. Dadurch war ein Lösen der Modelle fast nur mit viel Kraft möglich. Bei einigen Modellen von Hein Mück ging das überhaupt nicht. Diese Modelle und viele andere haben wir dann mit Hilfe von Feuerzeugbenzin (zum Weich machen des Klebers) von ihren Hochsitzen befreit.
Ich muss sagen das es für mich fast ein wunder war, das nur 15 Modelle leichte Schäden bekommen hatten und ein Modell als Totalschaden endete. Eine ganze Reihe dieser Modelle sind in meine Sammlung integriert worden, vor allem die Nordzee-Modelle, von denen ich vorher nur 2 Modelle hatte.
Fazit für mich: Die Schiffe möglichst schnell von den für den Transport erforderlichen Klebestreifen jeder Art herunter zu nehmen.

mfg Sarge


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#19 von RG , 13.02.2018 11:33

Gibt große Unterschiede.
Früher versanken die Modelle regelrecht im Kleber,mit den neueren Klebebändern mit Gewebestruktur kommt das praktisch nicht mehr vor.

Ich zerstöre lieber die Schachtel als das Modell,klarerweise. Acrylblöcke zur erhöhten Darstellung klingt interessant.



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#20 von Christian , 13.02.2018 12:40

Klebeband ist ein gutes Stichwort - meine Modelle stehen auf Acryllplatten, die ich aus der Vitrine herausnehmen kann - dann kommt man leichter ran. Ich habe aber schon öfters festgestellt, dass die Klebebänder vom Versand Rückstände hinterlassen, die selbst nach Monaten nicht weggehen. Als ich kürzlich ein neues Modell bekam und deshalb ein paar alte etwas verschieben musste, klebten mehrere von ihnen auf der Platte fest - das waren Rückstände vom Klebeband, auf dem sie verschickt worden waren. Klar kann ich die Modelle mit Feuerzeigbenzig oder sowas unten saubermachen, aber geht da nicht die Farbe ab? Ok, die Unterseite ist nicht wichtig, aber der berühmte "Wasserpass" ist da ja auch betroffen.



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#21 von RG , 13.02.2018 13:03

Manchmal hilft es ,etwas mit dem Finger zu rubbeln...oder auf einer leicht rauhen Oberfläche.Die kann manchmal und abschließend auch
ein feines Schmirgelpapier sein.
"Kraftaufwand" beim Lösen in dicht gedrängter Umgebung ist machmal schon fatal.Hat sich aber bisher alles wieder richten lassen.

Ein Anlösen des Wasserpasses ist auch schnell repariert,normalerweise. Schlecht ist ,wenn es zu Abplatzern kommt und etwas Rumpffarbe
mitgenommen wird...gestern passiert.Brandneues Modell.



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#22 von Joachim Thiel , 13.02.2018 13:45

Probiert es doch mal mit heller Möbelpolitur....


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#23 von Nordstern , 13.02.2018 13:57

Klebereste entfernen an Modellen und glatten Flächen geht mit diesem Mittel aus jahrelanger eigener Erfahrung in Beruf im Geschäft und im Hobby bestens .Völlig gefahrlos .

Es grüßt der Nordstern


 
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#24 von proflutz , 13.02.2018 14:37

Navis-Neptun empfahl früher Verdünner, zum Beispiel von Humbrol. Hat sich mir bewährt (Revell). Nur am Wasserpass etwas vorsichtig Rubbeln oder Reiben.


 
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#25 von Hai , 13.02.2018 17:06

Danke für eure Antworten auf meine Frage.
Fazit: Die meisten stellen ihre Modelle aus und lagern die leeren Boxen irgendwo (hoffentlich trocken).
Hat man keine Boxen mehr und will / muss die Modelle verkaufen / versenden, besorgt (oder bastelt man selbst) man sich vorgestanzte Schachteln oder nimmt passende Kaertons und klebt die Modelle auf Klebeband.

Sammelt man Modelle als langfristige Wertanlage, ist die Lagerung der Boxen sinnvoll. Die Frage ist allerdings, wie sich der "Markt" in Zukunft entwickeln wird. Für so etwas kommen wohl nur sehr teure oder sehr alte und seltene Modelle in Frage. Oder?


Freundliche Grüße von Hai

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#26 von RG , 13.02.2018 17:46

Eine 1250er Sammlung als Wertanlage ist keine gute Entscheidung...

Das Nachwuchsinteresse nimmt immer mehr ab,gleichzeitig mit dem Schwinden der Ressourcen zum Erwerb ganzer Sammlungen.

Einzelne Modelle können durchaus einen gewissen Wert darstellen ,wenn man zur richtigen Zeit den richtigen Käufer findet.Sonst:

ich lebe im hier und heute ,nach mir die Sintflut. Was meine Kinder damit dann mal anstellen: völlig egal. Wenn ich selber jetzt
versuchen würde,mit dem Verkauf der Sammlung Geld zu machen : ich würde nicht wirklich reicher , aber an Freude ärmer .Deswegen
habe ich auch die Abgabe von Teilen der Sammlung verworfen.Das könnte höchstens aus Platz- bzw Darstellungsproblemen geschehen.Da
wäre ich ggf sogar zufrieden,jemandem etwas schenken zu können,bevor ich es einfach wegwerfe.Was mir grundsätzlich auch nichts aus-
machen würde,wenn es sein müsste.
1250er Sammlung geht ja fast noch. Habe aber auch noch so 700 Flugzeugmodelle in 1:144 fertig in Vitrinen,dafür sehe ich zZt überhaupt keinen
Markt. Oder ca 1000 Automodelle 1:43 ,auch teuere Handarbeiten.

Fast müsste man sich in einer solchen Situation (zB Rente und Veräußerungswille) einen kleinen Raum mieten mit Schaufenster und alle
solche Dinge von verschiedensten Sammlern dann anbieten. Das Auge braucht ein Angebot...

So ,sorry für dieses OT --- bevor es schlimmer wird, bastele ich lieber jetzt weiter bzw räume die Vitrinen um...



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#27 von RalfW , 13.02.2018 18:30

Sehe ich jetzt auch nicht grade als Wertanlage - ABER: Man sieht es sehr deutlich, das einzelne, gesuchte Modelle durch die Decke gehen können. Als Beispiel füge ich da mal die letzten Verkäufe des Modells der Travemünde (Navalis Moguntia) an.
Im EK hat dieses Modell ca. 150 Euro gekostet, in Ebay wurde bei beiden Angeboten über 300 erzielt.
Aber die Standard-Modelle werden sich preislich nie verdoppeln. Aber müssen sie ja auch nicht.
Ein gesunde Preisdifferenz zwischen einem Neu und Gebraut-Modell ist auch ok. Ich sehe das so, das man immer einen Teil des Preises als "Spaßfaktor" abziehen muss. Dann wird man, sollte es zu einem Verkauf kommen, auch nicht enttäuscht.
Unter "Spaßfaktor" sehe beim Sammeln die Erinnerung. Wie beim Fußball, den Eintrittspreis für ein Fußballspiel tauschst man ebenfalls gegen Erinnerungen.
Daher verschmerze ich es durchaus, wenn ein Modell für die hälfte der Anschaffung in einen evtl. Verkauf gehen würde.


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#28 von Hai , 13.02.2018 19:52

Offenbar scheint die Sammelleidenschaft mit abnehmendem Alter nachzulassen. D.h.: Je älter man ist, umso eher sammelt man etwas. Woher kommt das? Ein Relikt aus Notzeiten?

Die heutige "Jugend" scheint am Sammeln immer weniger interessiert zu sein. Man steht eher auf Schnelllebiges, den kurzen Flash, das Leben im Heute. Traurig.
Selbst Geld sammelt man nicht, sondern gibt es so schnell wie möglich aus...


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#29 von RG , 13.02.2018 20:05

Wann nimmt schon Alter ab....
Gilt vielleicht für heute, ich habe mit ca 13/14 Jahren das Sammeln von 1250er begonnen ,neben Revell und Airfix(1:600).

Aber wer keinen Hang zum eigenen Modellbau hat,wird auch nicht so leicht einen Bezug zum Drumherum wie zB Historie aufbauen.Und wer jetzt
mit so etwas anfängt,kann sich massiv selbst verwirklichen in 1:700 und braucht dann auch keinen noch kleineren Sammelmaßstab mehr.
1:700 bietet heutzutage alles.



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#30 von Christian , 13.02.2018 22:27

Ich kenne auch viele Leute in den 20er und 30ern, die sammeln - manche haben Sammlungen, die über 10000€ wert sind! Aber die sammeln halt keine Modellschiffe. Einer sammelt Action-Figuren aus den 80er Jahren (also aus seiner Kindheit). Billigstes Made-in-Taiwan-Plastik und noch dazu eher hässlich, aber der Mann liebt die Dinger nunmal und hat ein komplettes Zimmer damit zugestellt, alle Wände hängen von oben bis unten voll, und in den Schränken sind die dazugehörigen Comics und Werbeheftchen von damals. Andere sammeln gleich Comics oder alte Computerspiele oder sowas. Auf Ebay sieht man, was für heftige Preise solche Sachen teilweise erzielen.

Also nein, Sammeln hat nichts mit dem Alter zu tun. Die Frage ist bloß, WAS man sammelt.

Ich hab einfach mal schnell nach Sammlungen zu 80er-Jahre-Spielzeug gegoogelt und diese hier gehörten zu den ersten, die ich fand:
https://www.planeteternia.de/cgi-bin/mes...=44289;Page=160 (etwas scrollen...)
https://www.snes-forum.de/thread.php?threadid=3191
http://rekord-institut.org/groesste-barbie-sammlung/
https://www.paninishop.de/forum/index.ph...g-aus/&pageNo=4
http://www.he-man.de/forum/index.php?topic=31016.0
...
Die Liste ließe sich wohl endlos fortsetzen. Also nein, sammeln hängt nicht vom Alter ab. Wobei man alt genug sein muss, um sich die Sammlung leisten zu können (Geld und Platz), aber das ist denke ich die einzige Einschränkung.

Und hier ein paar Ebay-Auktionen als Beleg für die Preise, auch nur mal schnell gegoogelt:
https://www.ebay.de/itm/Micky-Maus-1951-...vMAAOSwF1dURhCz
http://www.ebay.de/itm/Barbie-Life-Ball-...YIAAOSwB-1Y6rVP
http://www.ebay.de/itm/AFA-UKG-MOTU-HE-M...UkAAOSwe-FVAHyW
https://www.ebay.de/itm/Black-Lotus-Magi...mUAAOSw241YWnZh

Ich glaube, da bewegen sich manche noch in ganz anderen Welten als wir Schiffchensammler...



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