NEUHEIT JAN. 2019 CM- 372 HUASCARAN FR/ PA 1939 HAPAG / CM- P 72 HUASCARAN 1940 Werkstattschiff AR,D, 1940

#1 von Carlo Marquardt , 17.01.2019 17:08

CM-372 HUASCARAN FR/ PA D. 1939
HAPAG

CM-P 72 HUASCARAN AR,D, 1940 Werkstattschiff der Kriegsmarine
Schiffsdaten

Reederei : HAPAG. Bauwerft : Blohm & Voss, Baunr. 518
6951 BRT / 8960 tdw / 148,60 m Länge ü.a. / 18,37 m Breite / Zwei ew.8-Zyl. und ein ew. 6 - Zyl.- Zweitakt-Diesel.; MAN- B&V.
Zwei Generatoren,ein E-Fahrmotor, Siemens/ 5850 PSe/ 1 Schraube / 15 kn. / Pass. 28(32) i. in 18 Kab. Bes. 58

Die" HUASCARAN" war ein deutsches Kombischiff,das im und nach dem Zweiten Weltkriegmit mannigfachen Umbauten und unter verschiedenen Flaggeb ein wechselvolles Schicksal als Werkstattschiff, Kombischiff, Auswandererschiff, Passagierschiff, Studentenschiff und Kreuzfahrtschiff hatte.

15.12.1938 Stapellauf / 27.4. 1939 Ablieferung / 29,4, 1939 Erste Reise. Hamburg-Genua, dann Hamburg -Valparaiso-Dienst via Panamakanal./ 11.11. 1939 beim Technischen Betrieb der HAPAG zum Werkstattschiff der Kriegsmarine umgebaut /
1941 bei der Kriegsmarinewerft in Drontheim stationiert / 5. 1945 britische Kriegsbeute/ 14.11.1945 in Liverpool an die kanadische Regierung, von der Park S.S. Co. London , bereedert / 2.9.1947 an Canadian Pacific,Montreal.In Sorel, Quebec. für 775 Pass. umgebaut. 9034 BRT/ 7.2.1948 umbenannt BEAVERBRAE / 8.2. 1948 ersteReise St. John-Bremerhaven / 1951 St, john-Bremen-Dienst / 1. 11. 1954 AURELIA, Cogedar Line.Genua.In Monfalcone umgebaut. 1124 Pass. in Kab. für max. je 8 Pers.
voll klimatisiert. 10 022 BRT.

13.5. 1955 erste Reise Triest-Sydney / 15,11,1955 erste Reise Genua-Sydney/ 1958-1959 erneuter Umbau.
Drei neue 7 Zyl. MAN-Diesel. 8100 PSE. 10 480 BRT/ 12.6.1959 erste Reise Bremerhaven-Sydney / 6. 1960 eine Rundreise Bremerhaven-New York in Chater des Council on Student Travel / 5. 1962- 8. 1969 insgesamt 33 Sommer-Rundreisen Engl.Kanal-New York für C.o. Student Travel / 9.12.1964 erste Reise Rottersam-Australien-Neuseeland / 1965 Kreuzfahrten für die französisch-britische Viking Cruise / 23.9.1968 Antritt der letzten Reise nach Australien. Da nach Umbau für Kreuzfahrten, 470 Pass. / 5,2, 1969 erste Kreuzfahrt Southampton -Atlantische Inseln / 9. 1970 ROMANZA Chandris , Piräus. Umbau u.a. neue
Davits. 650 Pass.in Kab. 1-4 1971 erste Mittelmeer-Kreuzfahrt ab Venedig im Winter-Cruises in die Karibik oder nach den Seychellen, u. a. in Crown Cruises- charter / 1977 Heimathafen Panama. 7538 BRT/ 1977-2.1978 Küstendienst in Brasillen in Charter des Lloyd Brasileiro; anschließend wieder Mittelmeer-Cruises / 1979 an Armadores Romanza (chandris ) Panama /
10. 1979 vor Dhenousa in der Ägais auf Grund gelaufen und schwer beschädigt ; Reparatur in Syros und Piräus / 1983 707 Pass. in 290 Kab. /1991 ROMANTICA, New Ambassador Leisure Cruises, später Campion Leisure,Limassol. Limassol-Ägypten-Israel-Fahrten / 1994 in der Bucht von Eleusis aufgelegt / 1995 9511 BRZ/ 1996 an Amnesty Shipping Co,. Limassol. Weiter aufgelegt.
1997 an die Ambassador Cruises in Limassol. / 1.8. 1997 erste Mittelmeer-Kreuzfahrt für NEW PARADISE CRUISES; mit dreimonattiger SOLAS-Sondergenehmigung / 4.10. 1997 Auf der Heimreise von Port Said mit 673 Menschen an Bord bricht 50 sm südlich Zypern um 2.40 h morgens im Maschinenraum Feueraus, das sich schnell ausbreitet , Bis 8.00 h werden alle Passagiere und die meisten Besatzungsangehörigen evakuiert und von der PRINCESA VICTORIA aufgenommen / Die ROMANTICA wird nach
Limassol geschleppt und vor Larnaca auf Strand gesetzt,wo das Feuer erst am 8 Okt. erlischt, Wrack auf Antrag von Gläubigern
unter Arrest gestellt. / 2. 1998 im Sturm reißen die Leinen, auf Strand getrieben /1998 an ungenannten zypriotischen Eiger/
1998 flottgemacht./ 11.4. 1998 im Schlepp der Argo I zum Abwracken nach Alang.

Werkstattschiff" HUASCARAN" der Kriegsmarine

Nach Kriegsbeginn wurde das Schiff von der deutschen Kriegsmarine requiriertund zunächst als Truppen-und Nachschubtransporter eingesetzt.Es wurde dann zum" WERKSTATTSCHIFF " umgebaut und 1940 als Werkstattschiff in Dienst gestellt.Es verlegte Anfang Juni 1940 im Zusammenhang mit dem geplanten Unternehmen Juno, von Wilhelmshaven nach Trondheim bzw. in den östlich von Trondheim gelegenen Lofjord, wo die Kriegsmarine bis 1945 einen wichtigen Marinestützpunkt unterhielt.Das Schiff diente dann bis Kriegsende in Norwegen,zumeist im Lofjord und in der Bogenbucht, wo es vor allen Wartungs-und Reparaturarbeitenan den vielen dort operierenden kleineren Einheiten der Kriegsmarine durchführte. Schon am 9. juni 1940 machte sich seine Anwesenheit bezahlt, als das Schlachtschiff" SCHARNHORST " nach einem Torpedotreffer des britischenZerstörers ACASTA mit einem 12 m x 4 m großen Leck unter des achteren Drillingsturms im Lofjord einlief und die notwendigen ersten Reparaturen mit Hilfe der" HUASCARAN" vor Ort durchgeführt werden konntn , ehe die SCHARNHORST dann am 20-23. juni zurück nach Kiel verlegte. Bereists wenige Tage später, am 20.Juni wurde das Schlachtschiff" GNEISENAU" durch einen Torpedotreffer des britischen U- Boots Clyde schwer beschädigt und musste im Lofjord von der "HUASCARAN" provisorisch repariert werden, ehe es am 25 juli nach Kiel in die werft verlegen konnte.
Auch der Schwere Kreuzer PRINZ EUGEN wurde von den Technikern der HUASCARAN notrepariert,nachdem er am 23.Feb. 1942 vor Trondheim von dem britischen U-Boot "TRIDENT" torpediert und schwer beschädigt worden war.
Stellvertretend für den Einsatz des Schiffes und seiner Bsatzung wurde der Sonderführer Kapitänleutnant ( Ing.)
Jacob Koepke ( Crew. VI/ 18 ), vom 19.April 1940 bis Kriegsende Werkstattleiter auf der" HUASCARAN" ;am 28. Januar 1945 mit
dem Ritterkreuz mit Schwertern des Kriegsverdienstordens ausgezeichnet.


Angefügte Bilder:
IMG_3030.JPG   IMG_3036.JPG   IMG_3037.JPG  

Carlo Marquardt  
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RE: NEUHEIT JAN. 2019 CM- 372 HUASCARAN FR/ PA 1939 HAPAG / CM- P 72 HUASCARAN 1940 Werkstattschiff AR,D, 1940

#2 von Gunter, B. , 18.01.2019 16:09

Moin,

ergänzend zu dem sehr ausführlichen Text von CM, hier noch eine Information von Wolfgang Althof "Welt der Staatsjachten" auf Seite 90



Gruß
Gunter



 
Gunter, B.
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