Russland

#1 von Godeke Michels , 24.01.2019 14:20

Moin!

Nachdem diese Modelle schon Gegenstand von Rätseln waren, hier, zwecks besserer Übersicht, alle nochmals alle brav untereinander gelistet.

Zunächst der U-Jäger "US-Typ". Der hieß tatsächlich so. Die einzelnen Boote hatten als "Namen" "No. 311" bis "No. 347", wobei aber einige Nummern nicht vergeben worden zu sein scheinen. In Conways (1906 - 1921) sind dieses die Nummern 318-320 / 328 - 330 und 338 - 340, wogegen im Breyer (Enzyklopädie des sowj. Kriegsschiffsbaus, Band 1) nur die Nummern 319, 320 / 329, 330 / 339, 340 nicht vergeben sind. 31 Boote wurden aus den USA geliefert (dem Hort der Neutralität im WK I...) und alle wurden in Odessa endausgerüstet. Am 15.09.1918 bekamen die Boote dann neue Nummern, teilweise auch Namen. Was diese Boote für mich so interessant macht ist der Umstand, daß einige sogar offensiv eingesetzt wurden. Zu diesem Zweck wurden sie zum Minenlegen hergerichtet und mit der KAGUL ins Operationsgebiet gebracht. Sie liefen 24 kn und hatten 8 Mann Besatzung. Bewaffnung: 1 x 4,7 cm, 1 x 3,7 cm, 2 MGs:




Als nächstes das Fluß-Kanonenboot vom Typ No. 1 - 9. Diese hatten eine doch recht erstaunliche Bewaffnung von 2 x 7,5 cm und 2 MGs. Sie waren leicht gepanzert und konnten 12 kn laufen. Besatzung: 12 Mann:




Gefolgt vom Fluß-Wachboot "Motoraufklärungskutter, bewaffnet mit 2 MGs in "Einzeltürmen", Geschwindigkeit 11,5 kn:




Als viertes, kleines Boot die PULYA-Klasse, ebenfalls Fluß-Wachboote. Sie wurden für den fernen Osten gebaut, von den 10 Booten gingen im WK I dann indessen je 4 in Ostsee und Schwarzes Meer. Sie liefen 14,5 kn, hatten 10 Mann Besatzung und eine Bewaffnung von 1 x 7,5 cm und 2 MGs:




Sodann die beiden Typen von Landungsbooten RUSSUD und ELPIDIFOR, wobei erstere die ersten, speziell als Landungsboote konzipierten Einheiten weltweit darstellen. Die ELPIDIFOR-Klasse entstand aus den sogenannten Dampfschalanden, die im streckenweise sehr flachen Asowschen Meer fuhren und daher besonders geringen Tiefgang hatten. Nach entsprechendem Umbau eigneten sie sich hervorragend als Landungsfahrzeuge und bildeten so das Vorbild für die ELPIDIFOR-Kl.. Beide wurden noch bei den Landungen im östlichen Schwarzen Meer eingesetzt. Dazu gibt es auch interessante Fotos in Rene Greger: Die russische Flotte im Ersten Weltkrieg 1914 - 1917, S. 170, 171.




Schließlich noch das Flugzeugmutterschiff RUMYNIA, welches aus einem Passagierschiffe umgebaut wurde. Die RUMYNIA hatte noch zwei Schwesterschiffe, IMPERATOR TRAJAN und DAKIA, welche alle 3 von Rumänien gechartert und dann entsprechend umgerüstet wurden. Daneben verfügte die russische Schwarzmeerflotte über die ebenfalls aus Passagierschiffen umgebauten IMPERATOR ALEXANDER I und IMPERATOR NIKOLAI I, sowie die auch aus Rumänien gecharterte REGELE CAROL I. Hinzu trat noch die umgerüstete ALMAZ. Mit diesen 7 Flugzeugmutterschiffen stand ihr eine beachtliche Seeluftstreitkraft zur Verfügung, mit der auch offensiv vorgegangen wurde.
Das Modell der RUMYNIA wurde aus dem Rumpf eines LST erstellt, was also die Rumpfform nicht recht stimmig macht. Der Rumpf erhielt dafür ein komplett neues Heck. Das dargestellte Flugzeug ist eines vom Typ Grigorowitsch M9:




Auch hier wieder die Bitte: falls jemand noch weitere, russische Schiffe aus der Zeit des WK I im Modell von HDS haben sollte, bitte hier als Antwort einstellen.
Vielen Dank und beste Grüße,

Thorsten F.


Der Jammer mit der Menschheit ist, daß die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel. (Bertrand Russel)


 
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RE: Russland

#2 von Claudius , 24.01.2019 19:15

Wunderbar: alte Russen! Sehr schön dargestellt und gebaut! Danke!


 
Claudius
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