Sammlerkreis München am 08.05.2017

#1 von Jan Cux , 09.05.2017 21:13

Hallo zusammen,

beim gestrigen Mai-Treffen haben sich 16 Teilnehmer zusammengefunden. Diesmal konnten keine Neuerscheinungen begutachtet werden, dafür wurden viele interessante Themen diskutiert.

So haben wir einen sehr interessanten Bericht über das letzte Internationale Karton-Modellbau-Treffen in Bremerhaven bekommen. Dort gibt es z.B. einen Modellbauer, der auf Basis von Höhenangaben und weiteren geographischen Informationen (Texturen?) aus dem Internet Modelle von Gebirgen bzw. Bergen mit all ihren Schluchten und Tälern darstellen kann. Das muss ein imposanter Anblick gewesen sein und ist für mich nur schwer vorstellbar. Ein weiterer Vertreter der Szene Wilhelm Thümler baut bekanntermaßen auch viele Modelle in unserem Maßstab und wird wohl auch in Kassel einiges zum Besten geben. Auf jeden Fall war das Treffen gut besucht und wird künftig wohl in Mannheim stattfinden, da das Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven umgebaut wird.

Herr Klinger hatte ein Diorama mit Thema "Der letzte Flug aus Stalingrad" dabei - wie immer sehr treffend und detailliert in Szene gesetzt. Kassel-Besucher dürfen sich freuen.

Wir hatten außerdem die Gelegenheit einmal Modelle aus dem 3D-Drucker näher zu begutachten - quasi vom Rohling zum Fertigmodell.
Da es auch hier im Forum immer wieder Beiträge dazu gibt, gab es einen interessanten und sehr kontroversen Meinungsaustausch dazu. Ein wesentlicher Punkt bei der Umsetzung von Vorbildern in Modelle sind die vorab gesammelten (und verfügbaren) technischen Informationen. Hier liegt oft das Problem wie man hier in der Rubrik der Modellwünsche immer wieder von den Herstellern lesen kann.
In Abhängigkeit davon steht und fällt natürlich die Qualität und ggf. muss der ambitionierte Bastler selbst noch Hand anlegen. Auch über die dauerhafte Stabilität der "Kunststoffmodelle" und deren Bemalung wurde diskutiert, da es derzeit noch keine echten Langzeiterfahrungen gibt. Was also nehmen?
Letztlich würde ich es so zusammenfassen, dass es stark vom Modellbauer/-sammler und seinen Interessen (und dem Geldbeutel) abhängt, ob es die klassischen Modelle sein dürfen oder die "Neuen" aus dem 3D-Drucker.

Herr Grouls hatte wie schon bei den vergangenen Treffen wieder ein paar eigene Weiterentwicklungen dabei. Zum einen die nun fertig bemalte USS Paul F. Foster:



Zum anderen die USNS Saturn ex RFA Stromness:






Über die Besonderheiten wird Herr Grouls sicher gerne wieder etwas schreiben.

Soweit aus München.
Beste Grüße
Jan Cux


 
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RE: Sammlerkreis München am 08.05.2017

#2 von RG , 10.05.2017 09:00

Vielen Dank für die Photos ,ich weiß das zu schätzen !

Die Saturn ex Stromness hatte es mir insofern angetan,daß ich das Modell bei den "Engländern" bereits stehen hatte,aber mich in letzter
Zeit mehr auf die USN fokussiert habe. Und wieder etwas auf Basis eines Trident Models umzubauen ,war mir das englische Opfer wert…

Letztlich war es nicht so einfach ,wie ich es mir gedacht hatte,aber ich wollte es ja unbedingt.

Verändert wurde der gesamte Bereich der achteren Landeplattform mit Hangar und Mast mit seinen Verstrebungen,auch das Landedeck bekam
Stützen (sieht man hier nicht).Die 4 großen Kräne sind neu,der Schornstein etwas verkürzt,der vordere Mast wurde selbst erstellt.Die Boote
-je Seite 3 - wurden entfernt,backbord ein neues positioniert(Hansa),steuerbord ein "Schlauchboot" (F-toys) mit Kran montiert. Viele Rettungsinseln
kamen dazu. Auf Deck beim Schornstein wurden nach Photo auch noch Container platziert. Die Decks des Hauptaufbaus habe ich nicht in der
grauen Decksfarbe gepönt,habe etwas holzfarbe beigemischt.Als Engländer waren das reine Holz(farbene)Decks.
Die Landedeckmarkierungen sind aus decal-Streifen ,der Zentrumskreis wartet noch etwas.

Eine kleine Besonderheit habe ich am mittleren Tor des Hangars dargestellt : einen Basketballkorb -natürlich nur die weiße Trägerplatte….
Maßstäblich vielleicht etwas hoch,aber in der Realität vorhanden.



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RE: Sammlerkreis München am 08.05.2017

#3 von RG , 10.05.2017 09:07

Vielen Dank für die Photos ,ich weiß das zu schätzen !

Die Saturn ex Stromness hatte es mir insofern angetan,daß ich das Modell bei den "Engländern" bereits stehen hatte,aber mich in letzter
Zeit mehr auf die USN fokussiert habe. Und wieder etwas auf Basis eines Trident Models umzubauen ,war mir das englische Opfer wert…

Letztlich war es nicht so einfach ,wie ich es mir gedacht hatte,aber ich wollte es ja unbedingt.

Verändert wurde der gesamte Bereich der achteren Landeplattform mit Hangar und Mast mit seinen Verstrebungen,auch das Landedeck bekam
Stützen (sieht man hier nicht).Die 4 großen Kräne sind neu,der Schornstein etwas verkürzt,der vordere Mast wurde selbst erstellt.Die Boote
-je Seite 3 - wurden entfernt,backbord ein neues positioniert(Hansa),steuerbord ein "Schlauchboot" (F-toys) mit Kran montiert. Viele Rettungsinseln
kamen dazu. Auf Deck beim Schornstein wurden nach Photo auch noch Container platziert. Die Decks des Hauptaufbaus habe ich nicht in der
grauen Decksfarbe gepönt,habe etwas holzfarbe beigemischt.Als Engländer waren das reine Holz(farbene)Decks.
Die Landedeckmarkierungen sind aus decal-Streifen ,der Zentrumskreis wartet noch etwas.

Eine kleine Besonderheit habe ich am mittleren Tor des Hangars dargestellt : einen Basketballkorb -natürlich nur die weiße Trägerplatte….
Maßstäblich vielleicht etwas hoch,aber in der Realität vorhanden.

PS: wenn man die Bilder vergrößert ,erkennt man wie gnadenlos die Vergrößerung jenseits unseres Betrachterabstands den eigenen Modellbau
darstellt. Im 1:1 Modell-Format gefällt mir das schon deutlich besser.Und das ist dann wieder gut so.

PPS : ich wollte eigentlich nur das PS anhängen ,sorry für Doppelpost.



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RE: Sammlerkreis München am 08.05.2017

#4 von proflutz , 10.05.2017 09:15

Das ist auch bei den Shapeways-Modellen in WSF so: Körnigkeit des gepönten Materials fällt in 30-40 cm Abstand in der Vitrinenbetrachrtung kaum noch auf! Die Vergrösserungen hier sind schon "gnadenlos".



 
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RE: Sammlerkreis München am 08.05.2017

#5 von proflutz , 11.05.2017 00:34

Natürlich ist RG´s Modell wie immer Top im Finish und Detail. Der Volleyballkorb ist ein liebenswewrtes und tolles Detail. Aber das Trident Grundmodell, das ich auch besitze, stimmt an der Schornsteinbasis irgendwie nicht richtig, was man auch hier empfindet. Sie läuft so auseinander, was das Gesamtbild schon verfremdet. Aber es ist halt wohl das einzige Modell des Vorbildes.



 
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RE: Sammlerkreis München am 08.05.2017

#6 von RG , 11.05.2017 08:15

Ja,die Schornsteinbasis zeigt einen "fließenden" Übergang,den ich nur etwas korrigieren konnte und mit der Deckfarbe den Eindruck der planen Basis
darstellen wollte. Das reichte mir ,denn : irgendwo ist Schluß.Man kann vorgegebene Bauteile aus Metall zwar bearbeiten,wenn es aber auf
einen Neubau rausläuft ,muß man im Ganzen die Sinnhaftigkeit eines UMBAUs in Frage stellen. Das Ursprungsmodell bleibt ja eigentlich vorhanden.

Aber hier ist es für mich eben der Spaß am "Basteln" gewesen ,nicht die Erstellung eines Urmodells für ungeliebte Serienproduktion…

PS: hier habe ich wieder erlebt,daß sich irgendwelche Farben oder Lösungsmittel nicht miteinander vertragen haben,zu Aufplatzungen und Rauigkeiten
führten. Und zwar nicht nur bei der Originalfarbe ,sondern auch im Bereich des grundierten Kunststoffs. Konnte ich nur so einigermaßen
korrigieren.Hatte ich schon einmal bei dem Trident AH Repose,dort aber flächiger an der weißen Bordwand. Ärgern ohne den Grund zu kennen,
ist noch ärgerlicher.



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