Sammlerszene Deutschland

RE: Sammlerkreis Berlin am 12.09.2017

 von Christian , 23.09.2017 22:22

Ich komme aus dem "Outback" und habe - zugegeben auch ohne Internet, sondern noch vorher - den Sammelanreiz bekommen, über die ganz normal in jedem Kaufhaus (Spielwarenabteilung) erhältlichen Revell-Modelle. Sicher, auf 1:1250 kam ich erst später, und zwar über ein ganz altmodisches Ladengeschäft. Dafür musste es mich aber auch erst ans andere Ende Deutschlands verschlagen, wo es (damals) solch ein Geschäft gab. Einen Stammtisch habe ich nie besucht und ich habe auch kein Interesse daran. Durch so etwas würde mein Interesse an einer Sache auch nicht geweckt werden (es gibt ja in meiner Ecke allerlei Treffen zu so manchem anderen Hobbythema, aber diese Dinge lassen mich trotzdem kalt). Aber da gibt es scheinbar unterschiedliche Herangehensweisen. Ich finde es eher befremdlich, wie an so etwas Altmodischem wie Stammtischen versucht wird, die Zukunft abzulesen.

Viele ältere Semester hier berichten doch immer mal wieder, wie sie damals die Modelle (z.B. von Wiking) für ein paar Mark im Spielwarenladen gekauft haben (das muss vor meiner Zeit gewesen sein, ich erinnere mich nicht, sowas je gesehen zu haben). Mit einem hochfiligranen 150€-Sammelobjekt geht das aber natürlich nicht. So gesehen würde Nachwuchs wohl mit deutlich schlichteren und dafür robusteren und vor allem billigeren Modellen, die es im Laden (oder heutzutage lieber gleich bei Ebay oder Amazon) gibt, gewonnen werden können. Aber das ginge freilich auf Kosten der Qualität, worüber mancher sich ja dann auch wieder aufregen würde. In meinen Augen sind Shapeways und die Wargamer-Szene, nun ja, nicht "die" Zukunft, aber doch ein wichtiger Teil davon. Teure und hochwertige Sachen sind nunmal eher was für "ältere" Sammler, die im Beruf schon weit genug gekommen sind und deren Kinder (sofern sie welche haben) auch schon aus dem Gröbsten raus sind.

Ich sehe das alles sehr entspannt, so weit ich das überblicken kann, bin ich der Jüngste hier (37), und ich glaube nicht, dass man sich Sorgen machen muss. Wenn ich sehe, was hier jeden Monat neu angeboten wird, bin ich immer wieder überrascht über die Vielzahl an breit gestreuten Angeboten. Ich weiß ja nicht, wie es "früher" war, aber angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch alle möglichen anderen Freizeitbeschäftigungen haben fast alle Hobbys etwas zurückstecken müssen. Ich glaube, dass 1:1250 gar nicht mal so schlecht dasteht. Aber die Stammtische werden trotzdem verschwinden, die sind einfach nicht interessant genug für spätere Generationen, welche nunmal mit dem Internet aufgewachsen sind und die Kommunikation über dieses Medium (ob nun zurecht oder nicht) nicht als nachteilig gegenüber realen Treffen empfinden.


Christian
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